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Brustvergrößerung
Die Vergrößerung der Brüste oder die Augmentation ist eine chirurgische Prozedur, deren Ziel es ist, den Umfang kleiner Brüste zu vergrößern oder die Erneuerung der Vollheit nach Schwangerschaften zu erzielen. Eine Anpassung einer größeren Senkung der Brüste, der sogenannten Ptosis, kann mit dieser Methode nicht erzielt werden. Mit dieser Operation kann auch eine ungleiche Größe der Brüste, eine sogenannte Asymmetrie, korrigiert werden. Die Implantate dienen auch zur Korrektur der Brustform und Deformationen nach Brustoperationen, eventuell zur Rekonstruktion der Brüste nach einer Brustamputation aus onkologischen Gründen. Die Operation ist nicht vom Alter der Patientin abhängig, es ist jedoch nicht geeignet, die Operation in Fällen auszuführen, wenn Sie in nächster Zeit planen, eine Familie zu gründen. Die Brüste werden durch Silikon- Implantate vergrößert, die Silikongel beinhalten. Diese Broschüre gibt Ihnen die grundlegenden Informationen in Bezug auf die Vergrößerung der Brüste, welche Untersuchungen Sie vor der eigentlichen Operation absolvieren müssen, wie die Operation verläuft, welche Möglichkeiten Sie haben und welche Erwartungen erfüllt werden können, wie sich der Nachoperationsverlauf und die anschließende Kontrolle nach der Operation verhält und welche mögliche Risiken und Komplikationen diese Operation mit sich bringen kann.
Vor-Operations-Untersuchung:
Anamnese
Ihr behandelnder Arzt sollte von Ihnen vor der Operation über die folgenden Umstände informiert werden: Aufkommen von blutenden Vorfällen, Aufkommen von Krankheiten von Bindegewebe (Rheuma, Gelenkerkrankungen), Hautkrankheiten etc. Andere schwere Erkrankungen (Zuckerkrankheit, Geschwulsterkrankungen, Herz-, Nieren- und Lungenkrankheiten etc.), Allergien, verwendete Medikamente, Komplikationen bei vorgehenden Operationen, Vorkommen von Brustkrebs bei direkten Verwandten.
Laboruntersuchung
Vor der Brustoperation, die in einer Gesamt-Anästhesie verläuft, muss eine komplette Untersuchung von Ihrem Hausarzt oder einem anderen Mediziner inklusive Laboruntersuchung durchgeführt werden. Das Gesuch für diese Untersuchung erhalten Sie von Ihrem plastischen Chirurgen, die Ergebnisse dieser Untersuchung sollten nicht älter sein als 14 Tage vor dem Termin der Operation.
Untersuchung der Brüste
Vor der Augmentation der Brüste wird empfohlen, eine Untersuchung der Brüste durch einen Spezialisten vornehmen zu lassen, dies in einer mammologischen Abteilung, an der Onkologie oder Gynäkologie. Diese Untersuchung beinhaltet entweder eine Mammografie oder eine Ultraschallaufnahme der Brüste (Sono). Die Brustvergrößerung kann nur dann vorgenommen werden, wenn diese Untersuchungen positiv ausgefallen sind.
Anweisungen vor der Operation
Die zu operierende Patientin muss absolut gesund sein. Sollten Sie erkranken oder die Operation aus einem anderen Grund stornieren wollen, lassen Sie es bitte den Arzt rechtzeitig wissen. Bei der Konsultation mit dem plastischen Chirurgen vor der Operation werden Ihnen sämtliche Fragen beantwortet, Fotos von Patientinnen vor und nach der Operation gezeigt, Sie sehen einzelne Implantat-Typen, die wir benützen, Sie bekommen Gesuchsformulare für die oben erwähnten Untersuchungen, die Sie vor der Operation absolvieren müssen. Die Operation bezahlen Sie in bar am Tag der Operation bei der Ankunft oder nach Vereinbarung mit dem Chirurgen. Für eine Terminreservierung muss man eine Anzahlung leisten, die mit Ihnen vereinbart wird. Sollten Sie mit Ihrem Chirurgen vereinbaren, das Implantat aus Ihrer Achselhöhle einzulegen, so ist es von Vorteil, wenn Sie diese Stelle vor dem Eintritt ins Krankenhaus rasieren. Nehmen Sie Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, für 2 – 3 Tage mit, persönliche Hygieneartikel, Dokumente, Untersuchungsergebnisse, Hausschuhe, eventuell Schlafrock oder Nachthemd sowie einen elastischen Büstenhalter ohne Verstärkungen mit einer Korbgröße, die Sie mit dem Chirurgen vereinbaren. Der BH dient in den ersten Tagen nach der Operation als Verband und kann von Blut verschmutzt werden. Tragen Sie Kontaktlinsen, so kommen Sie ins Krankenhaus ohne dieselben. Des weitern ist es nicht geeignet, im Krankenhaus mit Kleidern zu erscheinen, die über den Kopf ausgezogen werden müssen. Nach der Operation wäre das Aus- und Anziehen dieser Kleidung schmerzhaft. Es handelt sich um eine von der Patientin bezahlte Operation, die von keiner Krankenversicherung mitfinanziert wird, auch kann kein Arbeitsunfähigkeitsschein ausgestellt werden. Sechs Stunden vor der geplanten Operation dürfen Sie weder essen noch trinken, am Operationstag sollten Sie auch nicht rauchen und mindestens eine Woche vor der Operation sollten keine Medikamente eingenommen werden, die Azetylsalizylsäure enthalten (Acylpyrin, Aspirin, Aspro, Acylcoffin, Alnagon, Defebrin, Harbureta, Mironal, Neuralgen etc.). Es ist nicht besonders geeignet, die Operation während der Menstruation durchzuführen. Mit Ihrem Chirurgen vereinbaren Sie, ob es geeignet ist, vor der Operation die Antikonzeption auszusetzen.
Implantate
Es werden Brustimplantate der Firma Mentor – Top-Qualitätsprodukt - verwendet, welche einer Zertifikation gemäss des Gesetzes Nr. 22/1997 Slg. mit Erfolg unterzogen worden sind, und für welche „Übereinstimmungserklärung“ ausgestellt worden ist und auch ein Zeichen CE für EG-Länder erhalten haben. Diese Implantate bestehen aus einer Schale aus gehärtetem Silikon und sind entweder mit einer physiologischen Lösung in Form von Salzwasser oder mit einem Silikongel gefüllt. Die mit Silikongel gefüllten Implantate werden in zwei Varianten hergestellt – einem runden oder tropfenförmigen Profil. Die Anwendung der Implantate mit dem tropfenförmigen Profil ist nur auf bestimmte Brust-Typen beschränkt und können nicht von der Achselhöhle implantiert werden. Die mit Salzwasser gefüllten Implantate wurden vorwiegend in der ersten Hälfte der Neunzigerjahre benützt, wo große Bedenken wegen den unerwünschten Nebenwirkungen der Silikon-Implantate aufgekommen sind. Heute werden sie wegen dem schlechteren ästhetischen Effekt und dem Nachteil, dass die Füllung über die Füllklappe entweichen kann, praktisch nicht mehr verwendet. Sämtliche Typen werden in vielen Größen hergestellt – die Größe bestimmen Sie mit Ihrem Chirurgen im Rahmen der Voroperations-Beratung, die Größe ist durch die Form und Größe des Brustkorbes sowie durch die freie Haut Ihrer Brüste beschränkt. Der Chirurg ist verpflichtet, die Unbedenklichkeit der Implantate vor der Operation zu überprüfen. Die durchschnittliche Lebensdauer der Implantate wird vom Hersteller mit etwa 10 – 15 Jahren angegeben, die Kosten für eine allfällige Auswechslung der alten durch neue Implantate, die Operation und den Aufenthalt im Krankenhaus, bezahlt die Patientin selbst.
Operation
Die Operation erfolgt meistens am selben Tag, an dem Sie ins Krankenhaus kommen, dauert ungefähr eine Stunde und wird in Vollnarkose durchgeführt. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert meistens zwei Tage, wobei der Ankunfts- und der Abreisetag als ein Tag gezählt wird. Am Abreisetag müssen Sie dafür sorgen, dass Sie jemand in den Morgenstunden abholen kommt. Im Bedarfsfall können Patientinnen von Brünn aus mit dem Taxi reisen. Wie die Operation verläuft: Das gewählte Implantat wird zwischen die Brustdrüse und den Brustmuskel oder zwischen den Brustmuskel und die Rippen eingelegt. Die Platzierung unter der Brustdrüse über dem Brustmuskel ist nach der Operation weniger schmerzhaft. Auf diese Art kann eine leichte Brustabsenkung korrigiert und die Brüste können gespannt werden, ein Nachteil ist jedoch, dass über dem Implantat weniger von Ihrem Gewebe liegt als bei der Platzierung unter die Muskeln des Brustkorbes und daraus folgt, dass das Implantat manchmal mehr unter der Haut durchdrückt und besser greifbar ist. In Anbetracht dessen, dass das Implantat nur von der Haut gehalten wird, kommt es nach einer gewissen Zeit zu einem größeren Absenken. Die Brust lässt sich etwas schlechter untersuchen als bei einer Anordnung unter dem Muskel und es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Räume, sogenannte Kapseln, um die Implantate herum erhärten (siehe Absatz Risiken und Komplikationen). Bei der Anordnung des Implantates zwischen großen Brustmuskel und Rippen ist der Nachoperationsverlauf etwas schmerzhafter und die Rekonvaleszenz dauert etwas länger, das Implantat ist jedoch kaum fühlbar, die Brüste lassen sich besser untersuchen, das Implantat sinkt nach einer gewissen Zeit weniger ab, denn es wird vom Brustkorbmuskel gehalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kapseln um die Implantate herum erhärten, ist bedeutend kleiner, aber das Implantat unter dem Brustmuskel spannt die leicht abgesenkte Brust keinesfalls und kann in einigen Fällen eine Mitbewegung beim Turnen mit dem Brustmuskel aufweisen. Die so platzierten Implantate liegen etwa 2 cm weiter voneinander, als es bei der Anordnung unter der Brustdrüse der Fall ist. Möglichkeit von Hautschnitten: Das Implantat kann unter die Brustdrüse aus einem Schnitt in der Unterbrustfalte oder von einem kurzen halbrunden Schnitt am unteren Rand des Brusthofs, unter dem Muskel kann es aus der Unterbrustfalte, aus einem Schnitt am Rand des Brusthofs und aus einem Schnitt in der Achselhöhle platziert werden. Ist der Brusthof klein, kann hier das Implantat nicht einoperiert werden. Im Fall einer Brustvergrößerung von der Achselhöhle aus und beim Auftreten von nachoperativen Komplikationen, die ein Auswechseln des Implantates zur Folge haben, ist dieser Vorgang wieder von der Achshöhle aus schwieriger. Manchmal muss das Implantat aus dem Schnitt beim Brusthof oder im Schnitt bei der Unterbrustfalte ausgewechselt werden, wobei eine weitere Narbe entsteht. Die Implantate mit tropfenförmigem Profil (anatomische) können nur von der Unterbrustfalte aus eingelegt werden. werden. Nach der Operation erhalten Sie aus Präventivgründen Antibiotika, Sie erhalten Schmerztabletten, denn der nachoperative Verlauf ist relativ schmerzvoll und die Bürste werden mit Saugdräns drainiert, die das Blut ableiten werden. Diese Dräns werden am zweiten Nachoperationstag herausgezogen und an diesem Tag können Sie das Krankenhaus verlassen. Zur Zeit gibt es keine qualitativ vergleichbare Alternativmethode, mit welcher die Brüste vergrößert werden können.
Nachoperative Anweisungen
Am zweiten Tag nach der Operation werden Sie aus dem Krankenhaus entlassen.
1. Woche:
Diese erste Woche muss tags- und nachtsüber ein elastischer Büstenhalter ohne Verstärkungen getragen werden und man darf die Arme nicht über den Kopf strecken. Bei einer Platzierung des Implantates von der Achshöhle aus eignet sich ein spezielles Band über die Brüste. Die Operationswunden sollten mindestens 3 – 4 Tage weder gewaschen noch geduscht werden, in dieser ersten Nachoperationswoche muss Bettruhe eingehalten werden. Für die ersten paar Tage sollten Sie eine Person haben, die sich um Sie kümmert und eventuell die Kinder versorgt. Die Wunden sind mit selbst zersetzbaren Fäden genäht, demzufolge brauchen diese bei den Kontrollen nicht entfernt zu werden. Mindestens eine Woche nach der Operation dürfen Sie keinen Wagen lenken.
2. und weitere Wochen:
In der zweiten Nachoperationswoche wird empfohlen, den Büstenhalter nur tagsüber zu tragen, in der Nacht nicht mehr, und ab der dritten und vierten Woche sollte der BH für einige Monate gar nicht mehr getragen werden. Bei den über den Muskel angeordneten Implantaten gilt dies nicht, der Büstenhalter muss tagsüber langfristig getragen werden. Die Implantate haben ungefähr 1 – 2 Monate nach der Operation die Tendenz, sich nach oben zu verschieben, aus diesem Grund müssen die Halter gelöst werden, damit der BH die Brüste nicht nach oben drückt. Einige Wochen nach der Operation sind die Brüste geschwollen und Sie müssen damit rechnen, dass nach einigen Wochen die Schwellung abklingt und die Brüste etwas kleiner werden. Ab der zweiten Nachoperationswoche können leichte Tagesaktivitäten ausgeübt werden, man kann spazieren gehen, es dürfen jedoch keine schwere Arbeiten wie Putzen u.ä. verrichtet werden. Schwerere Arbeiten, das Tragen schwerer Gegenstände und Koffer, Turnen oder Urlaub mit sportlichen Aktivitäten am Meer, Skifahren u.ä. wird während zwei Monaten nach der Operation nicht empfohlen. Den ersten Monat nach der Operation müssen die partnerlichen Beziehungen mit besonderer Vorsicht erfolgen. Nach zwei Monaten kann leicht mit Fitness, Krafttraining, Sport und schwereren Arbeiten begonnen werden – diese Frist ist jedoch individuell. Vierzehn Tage nach der Operation können Sie bereits ein Sonnenbad nehmen, das Solarium besuchen, Sie dürfen jedoch die Narben mindestens ein halbes Jahr keiner Sonnenstrahlung oder der Strahlung im Solarium aussetzen, die Narben müssen abgedeckt oder mit einer Sonnenschutzcreme mit einem hohen UV-Filter geschützt werden. Die frischen Narben ziehen Pigmente ein und bleiben dabei lange dunkel, dann werden sie nach der Operation langsam heller und verlieren sich ungefähr nach einem halben bis ganzen Jahr, ganz verschwinden sie aber nie.
Kontrollen:
Die erste Kontrolle erfolgt nach Vereinbarung mit Ihrem Chirurgen ungefähr eine Woche nach der Operation. Eine weitere Kontrolle findet bei Ihrem Arzt nach Vereinbarung 14 Tage nach der ersten Kontrolle statt, dann nach einem Monat, nach zwei Monaten, nach einem halben Jahr und dann regelmäßig jedes Jahr das ganze Leben lang. In einigen Fällen sind nach Absprache mit dem Arzt einige Monate nach der Operation leichte Brustmassagen notwendig. Bei der zweiten bis dritten Jahreskontrolle bei Ihrem Chirurgen, dann regelmäßig das ganzen Leben lang. Nach drei Jahren wird empfohlen, eine spezielle Brustuntersuchung per Ultraschall oder Mammografie durchzuführen – geeigneter ist die Untersuchung per Ultraschall. Sollten Sie diese regelmäßige lebenslange Kontrollen nicht einhalten, so nehmen Sie das Risiko möglicher Komplikationen auf sich.
Mögliche Risiken und Komplikationen
Mit der Narkose – Vollnarkose verbundene Risiken:
Die Vollnarkose (Anästhesie) erfolgt durch einen Facharzt, dem Anästhesiologen. Unmittelbar vor dem geplanten Eingriff besucht Sie der Anästhesiologe, um mit Ihnen den geeignetsten Vorgang der Anästhesie, deren Vorteile und mögliche Komplikationen zu besprechen. Bei schwangeren Frauen ist die Vollnarkose aus Gründen der geplanten Operation absolut ungeeignet – die Vollnarkose wird zur Zeit so sparsam dosiert, dass die möglichen Risiken und Komplikationen vollkommen minimal sind, besonders bei gesunden Patientinnen.
Mit dem operativen Eingriff verbundene Risiken:
Jede Operation ist mit einem bestimmten geringen Risiko operativer Komplikationen verbunden, welche die Patientin berücksichtigen muss. Es handelt sich zum Beispiel um Komplikationen in Bezug auf die Heilung und Infektion der operativen Wunden und die Umgebung des Implantates. Aus diesem Grund werden Sie präventiv einige male Antibiotika einnehmen. Es kamen Vorfälle auf, wo wegen einer Infektion die Implantate entfernt werden mussten. Eine weitere mögliche operative Komplikation sind Blutungen. Aus diesem Grund absolvieren Sie vor der Operation im Rahmen der Laboruntersuchung auch eine Laborprüfung auf Blutungsanfälligkeit und Blutgerinnung und es ist sehr wichtig, in der 1. Woche nach der Operation absolute Bettruhe einzuhalten. Es kommen Fälle vor, wo Patientinnen die Neigung zu keloiden oder hypertrofischen Narben haben – die Wahrscheinlichkeit solcher Narbenbildungen ist sehr gering, es kann vor der Operation jedoch nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass keine keloiden Narben entstehen. Das Entfernen solcher Narben ist sehr schwierig. In Anbetracht dessen, dass die Operation mit angezogenen Armen erfolgt, können nach der Operation Schmerzen in Form von Schmerzausstrahlungen in die Vorderarme und die Hände auftreten – dies hängt mit der Spannung der Nerven zusammen, die von den Achseln in die Arme verlaufen. Diese Probleme sind vorübergehender Natur und verschwinden in der absoluten Mehrheit der Fälle innerhalb einiger Tage oder Woche vollständig. Eine ernst zu nehmende Komplikation jedweder Operation in Narkose ist die sogenannte Lungenembolie – verstopfen der Lungen- Blutader durch ein Blutgerinnsel. Eine Prävention stellt die elastische Bandage der Beine, Gehen so früh wie möglich nach der Operation (am folgenden Morgen) dar, manchmal ist es von Vorteil, die Antikonzeption auszusetzen oder präventiv Medikamente gegen Blutgerinnung einzunehmen. Gesamtauswirkungen des Silikons und der Silikonimplantate auf den Organismus: Die Angaben, die zur Zeit zur Verfügung stehen, weisen darauf hin, dass die Implantate weder Krebs noch andere perniziöse Erkrankungen verursachen. Zusammenfassende wissenschaftliche und epidämielogische Untersuchung weisen nach, dass die Silikon-Brustimplantate weder auto-immunitäre Krankheiten noch Schäden am Bindungsgewebe verursachen, wie zum Beispiel rheumatische Arthritis, Sklerodermis und so weiter. In der heutigen Zeit gibt es keine wissenschaftliche Daten über sogenannte „Neue Krankheiten“, die von der Benützung von Silikon-Implantaten herrühren – gleichwohl gibt es keine Reaktionen auf Silikon-Allergien oder Intoxikationen. Silikon- Implantate haben keine negative Auswirkung auf Schwangerschaften, Stillen oder auf die Gesundheit der gestillten Kinder. Es wurden keine spezifischen Gegenmittel für Silikon gefunden. In der heutigen Zeit ist Silikon das Grundmaterial mit einer breiten Anwendung im gängigen Leben – es steht kein besseres alternatives Material zur Verfügung. In allen Bereichen der Medizin und der Chirurgie sind Silikon-Implantate und Silikon-Medizineinrichtungen die Basismittel nicht nur zu kosmetischen Zwecken, sondern auch oft für das Erhalten des eigentlichen Lebens (Herzklappen, Gelenke etc.).
Mögliche Risiken und Komplikationen, die mit der Anwendung der Silikon- Brustimplantaten zusammen hängen
Bildung von Kapseln und deren Kontraktur (Zusammenziehen, Erhärten). Die nachoperative Bildung von Kapseln aus dem Bindegewebe um die Brustprothese herum ist eine normale physiologische Folge der Implantation eines Fremdkörpers. Die Bildung dieser Kapsel erscheint bei allen Patientinnen auf verschiedenen Ebenen – die Kapseln kommen von dünn bis stark verdickt vor, die das Implantat eng umspannen – es kann zu einer Kontraktur (Zusammenziehen) der fibrösen Kapsel kommen. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorkommens wird mit zirka 5% angegeben, diese Erscheinung macht sich danach mit unangenehmen Schmerzgefühlen oder einer Brust- Zähigkeit bemerkbar, die Brust kann auf einer Seite eine andere Form aufweisen als auf der anderen Seite. Diese Erscheinung erfordert einen weiteren chirurgischen Eingriff, mit welchem die Kapsel – das Implantatbett – chirurgisch befreit werden muss. Damit wäre diese Erscheinung beseitigt. Es werden Fälle von Kapsel-Kontraktionen um das Implantat herum und wiederholt auch Fälle beschrieben, wo die Brust-Zähigkeit erneut auftritt und die Beseitigung der Implantates notwendig macht. Durchreissen des Implantates Das Brust-Implantat muss nicht das ganze Leben lang aushalten – seine ungefähre Lebensdauer wird vom Hersteller mit rund 10 – 15 Jahren angegeben. Ist das Implantat zerrissen oder ist es beschädigt, so muss es ersetzt werden. Ein Zerreißen des Implantates hängt oft mit einem Unfall oder mit einem unangemessenen Druck auf die Brust zusammen. Aus diesem Grund sind die regelmäßigen jährlichen Kontrollen der vergrößerten Brüste während des ganzen Lebens von größter Bedeutung. Prolaps des Implantates Wegen zu großen Hautspannungen im Bereich der operativen Wunde kann es zu einer kontinuierlichen Schwächung, einem Absterben bis Platzen der Haut und einem Prolaps des Implantates kommen. Dieses Risiko wächst in dem Fall, wenn das Implantat in beschädigte Bereiche, z. B. unter vernarbter Haut, unter verbrannter Haut oder in Bereichen eingesetzt worden ist, die mittels Radiotherapie bestrahlt wurde oder wenn ein zu großes Implantat gewählt worden ist. Im Fall eines Prolapses resp. eines Vorfalles des Implantates muss es entnommen werden. Flüssigkeitsakkumulation Publiziert wurde eine übermäßige nachoperative und spätere Bildung von Flüssigkeit in der Nähe des Implantates, die sich mit einer Vergrößerung der Brust bemerkbar macht. Am häufigsten handelt es sich im eine Folge des Nichteinhaltens der nachoperativen Bettruhe, eines Unfalles oder aufgrund von übermäßigem Turnen. Bildung von Blutergüssen Es handelt sich um eine Anhäufung von Blut im Bereich des Implantates nach der Operation. Die häufigste Ursache ist das Nichteinhalten der nachoperativen Bettruhe. Unzufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis Eine unrichtige Größe des Implantates, eine ungeeignete Anordnung der Narbe u. ä. kann eine Unzufriedenheit der Patientin mit dem nachoperativen Ergebnis hervorrufen. Aus diesem Grund ist vor der Operation eine detaillierte Besprechung der Patientin mit ihrem Chirurgen notwendig, damit die Patientin ihre Vorstellungen und Anforderungen genau erklären und der Chirurg seine Möglichkeiten erläutern kann. Schrumpfen des Implantates Es handelt sich um sichtbare oder greifbare Schrumpfungen der Implantathülle. Diese machen sich als unter der Haut greifbare Wellen bemerkbar. Diese Erscheinung tritt eher bei mageren Patientinnen mit dünner Haut und einer sehr kleinen Brustdrüse auf – kommt eher bei Unterdrüsen als bei Untermuskelanordnungen vor. Im Bereich der Unterbrustfalte kann das Implantat immer abgetastet werden. Asymmetrie Die implantierte Brust kann nach einiger Zeit leicht abgesenkt wirken, sehr ähnlich wie eine natürliche Brust. Es treten Fälle von Asymmetrien auf, wo die eine Seite mehr absinkt als die andere. Diese Asymmetrie kann auch kurz nach der Operation auftreten, wieder aus Gründen des Nichteinhaltens der nachoperativen Anweisungen und der Bettruhe sowie aus ähnlichen Gründen. Wegen Bewegungen des Brustmuskels gleich nach der Operation kann das Implantat seine Lage ändern. Änderungen der Reizbarkeit der Brustwarzen Publiziert wurden Komplikationen mit Änderungen der Reizbarkeit der Brustwarzen, sowohl im Sinn einer erhöhten als auch im Sinn einer reduzierten Sensibilität. Diese Änderungen verschwinden in den meisten Fällen innerhalb eines Jahres. Blutaderthrombosen In der Nähe der Prothese können zeitweilig thrombotisierte (verstopfte) kleine Blutadern aufkommen, die an dünne unter der Haut verlegte Seile erinnern und die meistens im Unterarm oder unter der Haut der Bauchwand verlaufen. Diese verlieren sich innerhalb von ein paar Monaten von selber. Das Implantat überschattet ungefähr 20% des Brustdrüsengewebes bei der Mammographie. Aus diesem Grund muss diese Untersuchung oft mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ergänzt oder ersetzt werden. Patientinnen, die eine Brustvergrößerung mithilfe eines Implantates absolviert haben, dürfen keine Diathermie vornehmen (z.B. eine Aufwärmung der Nieren im Rahmen einer Bäderkur). Das Implantat könnte extrem erwärmt werden, es könnte zu inneren Verbrennungen und zu einem eventuellen Platzen des Implantates kommen.
Abschluss:
Chirurgie ist keine exakte Wissenschaft, deshalb kann kein hundertprozentiges Ergebnis garantiert werden. Weltstatistiken zeigen, dass kosmetische Operationen ungefähr mit 5 – 10% Komplikationen belastet sind. In den meisten Fällen können diese Komplikationen behandelt werden.
Diese Vorabinformationen ersetzen keine Beratung durch den Facharzt.
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